Hier sehen wir in ein Klavier mit der sogenannten “Oberdämpfungsmechanik”, deren Name daher rührt, dass die Dämpfer oberhalb der Hammerköpfe angeordnet sind im Gegensatz zur heute üblichen Ausführung der Klaviermechaniken als “Unterdämpfer”, deren Dämpfer unterhalb der Hammerköpfe -und damit näher und wirksamer zur Schwingungsmitte hin- auf den Saiten sitzen. Es leuchtet ein, dass bei dieser alten Bauart, bei der im Diskant die Dämpfer fast auf den Klangsteg drücken (roter Pfeil), der Ton unerwünscht lange nachhallt. Da an dieser Stelle wenig konstruktiver Raum zur Dämpferanordnug vorhanden ist, müssen die ohnehin schon ungünstig angeordneten Dämpfer auch noch extrem klein ausfallen (grüner Pfeil), was die Dämpfungseigenschaften nochmals verschlechtert.

 

 

 

 

 

Für den Kaufinteressenten eines gebrauchten Klavieres ist überdies zu bedenken, dass -aufgrund der älteren Konstruktion- an solchen Klavieren der verschleißende Zahn der Zeit schon erheblich länger genagt hat. Ebenfalls muß bedacht werden, dass diese Instrumente meistens auch eine ältere und schwächere Rahmenbauweise aufweisen. Hierzu siehe weiter unter Rahmen.

 

Historisch betrachtet ist die Oberdämpfungsmechanik allerdings interessant:        Sie ist im Prinzip die logische und direkte Umsetzung der Flügelmechanik aus der horizontalen in die vertikale Einbaulage. Auch in modernen Flügelmechaniken werden die Dämpfer nach wie vor mittels langer Dämpferdrähte abgehoben (vergl. Flügel-Funktion). Der feine Unterschied liegt allerdings darin, dass sie hinter der eigentlichen Mechanik montiert sind und oberhalb der Flügelsaiten reichlich Platz vorhanden ist, um große und wirkungsvolle Dämpfer anzubringen.

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